Es gibt sie in jedem Unternehmen: die JourFix-Termine, die Strategie-Sessions, die Vision-Workshops … und dennoch drehen sich die Themen viel zu oft um das Alltagsgeschäft, um Verbesserung vom Status-Quo, um kleinere Marktveränderungen. Egal, wie oft diese Termine abgehalten werden, meist finden sie in altbekannten – ja schon fast in der Firmengeschichte verankerten – Locations statt. Auch die Teilnehmer sind meistens immer dieselben – und wenn es mal personelle Veränderungen gibt, dann bleiben die teilnehmenden Funktionen konstant.

Soweit, so gut.

Mittlerweile liest und hört man aber sogar schon in den Mainstream-Medien, dass es die Außenperspektive ist, die alles verändern kann. Dass der Blick durch die Brille eines Start-ups durchaus einen ganz anderen Eindruck vermittelt. Dass wir uns doch besser gestern als erst morgen verändern sollten und die Themen der Digital Transformation aktiv anpacken müssen.

Auch soweit noch gut. 

Doch wie soll ein Unternehmen denn bitte diesen „Blick von außen“ in die Realität überführen? Wie soll ich denn mein Top-Führungsteam beziehungsweise auch meine regionalen Unit Leads und Teamleaders gemeinsam zu den Themen austauschen lassen UND obendrein auch noch die so wichtige „externe Perspektive“ sicherstellen? 

Einem Unternehmen ist dies Ende Februar sehr gut gelungen: Die Firma Teufelberger mit Sitz in Wels legt jedes Jahr enorm viel Wert auf diesen persönlichen, umfassenden Austausch und versammelt über 80 internationale Führungskräfte des Unternehmens zu einem mehrtägigen Teufelberger Management Team Meeting in Österreich. Diesmal war es Florian Teufelberger, CEO und Eigentümer, ein besonderes Anliegen, die Perspektive der Start-Up-Welt, deren Denkweisen, Ansichten und Arbeitsumgebungen seinen Leuten zu zeigen und ein Stück weit erleben zu lassen. All das mit dem Ziel, die hauseigenen, aktuellen und zukünftigen Themen vielleicht ein Stück weit mit einer anderen, eher unkonventionelleren Brille zu betrachten. 

In der gemeinsamen Vorbereitung zu dieser think300 Leadership Learning Journeyin der factory300 und Strada del Startup in Linz kamen die 4 Fokusthemen klar zum Ausdruck: Teufelberger möchte sich Inspiration aus dem startup300-Ökosystem zu folgenden Fragestellungen holen:

  1. New Agile Way of Working
  2. Success Failure Rollercoaster
  3. Trustbased Teamwork
  4. The Question of Why

Das Thema New Agile Way of Working kann niemand anderer authentischer vorstellen als Catalysts– the creators of the digital future! Tijana Stasuk hat mit viel Begeisterung von einer absolut flachen Unternehmenshierarchie, vom gelebtem Responsibility-Process nach Christopher Avery und von über 2500 Initiativbewerbungen bei 300 Mitarbeitern an 10 Standorten gesprochen. 

Keiner kann zum Success Failure Rollercoaster mit mehr Lebendigkeit und Leidenschaft sprechen als einer der bekanntesten und vor allem erfahrensten Business Angels aus Österreich: Michael Altrichter, seines Zeichens erfolgreicher Serial-Entrepreneur, erfolgreicher Founder (samt 9-stelligem Exit) und Investor mit mehr als 35 Start-Up-Beteiligungen ist aus der Puls4 Fernsehschow 2Minuten 2 Millionen bekannt und kann die besten Erfahrungsberichte zur Fehlerkultur im echten Unternehmerleben erzählen!

Wie wichtig und vor allem essenziell Trustbased Teamwork – und nicht Control & Command – für erfolgreiche Start-Ups ist, zeigt Karl Edlbauer, Co-Founder & CMO von hokify sehr authentisch am Beispiel seines eigenen Unternehmens: gegründet 2015 fällt das Team mit drei Gründern rasch dem heimischen Corporate and Business Angel Ökosystem auf und kann Ende 2018 mit Stolz behaupten, bereits über 350.000 User pro Monat zu haben die jedes Monat bei der Jobsuche und Bewerbung unterstützt werden – während das eigene Team von 3 auf 25 rasant gewachsen ist und durch die selbstständige Arbeitsweise eine absolute technologische Vorreiterrolle eingenommen hat!

Auch wenn sie viel zu wenig oft gestellt wird, so ist die Warum-Frage für einen persönlich aber auch für das eigene Team und letztendlich die gesamte Organisation mehr als nur relevant! Michaela Lindinger, CEO & Co-Founder think300 konnte das wieder ins Bewusstsein der teilnehmenden Führungskräfte rufen und hat gem. think300-Manieren die ungemütlicheren Fragen gestellt: Beantwortet Teufelberger die Frage nach dem „What“ und „How“ und sucht dann Antworten auf „Why“? Oder ist man schon am erfolgreicheren Weg und startet für alle Mitarbeiter und Kunden mit dem „Why“ und schließt daran das „What“ und „How“ an? 

Jedes dieser Themen ist für GründerInnen und Business Angels mit viel mehr Präsenz im Alltag verankert, als in vielen klassischen Corporate je bewusst darüber nachgedacht und v.a. diskutiert wird. Daher ergibt sich im persönlichen Austausch mit Startups und erfahrenen Business Angels bei dieser Leadership Learning Journey eine ganz besondere Chance, diese Einblicke zu bekommen, aber auch gleichzeitig den Transfer in die eigenen Unternehmenswelt zu schaffen. Denn: nur wer den Extraschritt über das „sich berieseln lassen“ wagt und diese Eindrücke – mögen sie auch noch so eigenartig wirken – in seine eigene Unternehmenswelt überführt, nur der hat es verstanden, sich wirklich agil und flexibel für die Zukunft aufzustellen.

Selbst wenn nach dieser Journey immer noch viele Fragezeichen am Himmel der digital transformation future stehen, so ist eines fix: derjenige, der als erster versucht, diese Fragezeichen in Sterne zu gießen, hat eine gute Chance, zu gewinnen!