Success Story GMS Gourmet GmbH: In wenige Wochen können Talente aus einem etablierten, erfolgreichen Corporate die Methoden und Techniken von Startups nicht nur „lernen“ sondern auch tatsächlich am gemeinsamen Prototypen-Bau verproben. Klingt nach Arbeit der anderen Art – ja, definitiv! Ist es machbar? Ja, auch definitiv: ein mutiges Team der VIVATIS Holding AG und ihrer Konzerngesellschaft GMS GOURMET GmbH  hat sich dieser Herausforderung gestellt und in wenigen Wochen gemeinsam mit einem Startup einen Prototypen entwickelt, der so schnell am Markt beim Kunden war, dass es das Team selbst kaum glauben konnte!

Normalerweise beginnen Reiseberichte mit Daten und Fakten rund um Land, Leute, Flora und Fauna. Land und Leute lässt sich auch bei dieser Reise in die Welt der Startups noch gut definieren: Land = factory300 und Strada del Startup in der Tabakfabrik Linz. Leute = ein cross-funktionales Team aus Talenten der GMS GOURMET GmbH gemischt mit Startup-Founders. 

Ausgangspunkt der Reise war eine mutige Entscheidung der VIVATIS Holding AG und deren Konzerngesellschaft GMS GOURMET GmbH. Genauer gesagt war es eine mutige Entscheidung von 2 Schlüsselpersonen, die erkannt haben, dass man sich für die digitale Transformation auf ganz neue Wege, andere Methoden und bisher unbekannte Techniken einlassen muss: Barbara Boucek – Leitung Konzerninnovation VIVATIS Holding AG und Herbert Fuchs, Geschäftsführer GMS GOURMET GmbH. 

Unter dem sehr allgemeinen Arbeitstitel „Betriebsrestaurant 4.0“ und unter der Begleitung von think300 konnte ein Team aus 12 GOURMET-Mitarbeitern in den ersten Wochen der Zusammenarbeit die Werkzeugkiste der Startup-Welt entdecken, selber verproben und auf die Anwendbarkeit in der Corporate Welt hin challengen. Konkret heißt das, man hat sich mit agiler Arbeitsweise und zahlreichen Startup-Tools genauso auseinandergesetzt wie mit OKRs (Objectives & Key Results) als kurzfristiges Planungs- und Strategieinstrument. 

Darauf aufbauend ging’s dann einen Tag lang auf eine digitale Schnitzeljagd am gesamten Areal der Tabakfabrik Linz – ganz nach dem Motto: Bewegung im Kopf beginnt mit Bewegung im Körper. An diesem bewegungsreichen und amüsanten Tag hat sich das Team mit Technologien und Geschäftsmodelle von Startups sowie deren Anwendungsbereich im Kontext von Gourmets Betriebsverpflegung beschäftigt.  Spannendes Ergebnis: 190 (!) konkrete Ideen und Anknüpfungspunkte nach Tag 1! “Kreatives Denken und originelles 

Handeln sind bedeutende Voraussetzungen für den Erfolg. Es wurden Anstöße für kreative Prozesse gegeben, um im eigenen Arbeitsbereich neue Ideen zu entdecken und umzusetzen. Das erzielte Ergebnis hat abteilungsintern sehr positives Feedback bekommen. Jetzt geht es darum dieses am Markt zu etablieren.“, reflektiert Herr Fischer, Leiter Geschäftsbereich Betriebsgastronomie. 

Doch Profis aus der Startup-Welt wissen: die beste Idee ist gar nichts wert, wenn es nicht ein Team gibt, das daraus etwas macht und vor allem wenn man diese Idee nicht passend in das eigene Geschäftsmodell einbauen kann. Um diese Denke in Geschäftsmodellen zu schärfen und vor allem um zu verstehen, wo im aktuellen Business überhaupt Andockpunkte für Startups und deren Ideen bestehen, haben sich die Pioniere der GOURMET in eine bisher ungewohnte Umgebung gewagt: Ein Sezzierkurs zum Hinterfragen vom aktuellen Geschäft, gemeinsam mit Notfallmedizinern und deren Blick auf die lebenswichtigen Funktionen „Schnaufen und Puls“. 

Abgerundet mit den Erkenntnissen eines ProductiveMe Formats war das Gourmet-Team nun fit und bereit, sich selbst an den Prototypen zu wagen. Barbara Boucek, Konzerninnovationsmanagerin VIVATIS  Holding AG sagt dazu: “Die innovativen und erfreulich untypischen Formate der think300 haben bei uns im Konzern neue Impulse gesetzt und es ist gelungen, in kürzester Zeit gemeinsam mit Start-Ups einen Prototypen für die Verprobung am Markt zu bauen – so muss Innovationsarbeit zukünftig funktionieren!”.

Angenehmer Nebeneffekt: im Rahmen dieser ersten Wochen gab es nicht nur zahlreiche Touchpoints mit Founders und Startup-affinen Mädels und Jungs in der factory300 sondern auch ganz konkrete, gemeinsame Workshops, bei denen Startups ihren Blickwinkel auf GOURMET einbrachten. Warum? Weil das unter Gründern selbstverständlich ist, dass man sich gegenseitig hilft, auch wenn man nicht sofort einen Sale dazu verbuchen kann. 

Dieses Mingeln und Austauschen hatte auch zur Folge, dass für den Bau des Prototypen nicht klassisch die hauseigene IT einen Projektauftrag bekam bzw. das Team mehrere Monate auf freie Ressourcen warten musste. Klares Nein. Stattdessen stand binnen 14 Tagen ein erster Prototyp durch das Startup zur Verfügung: Das Team von Michael Steiner und all about apps hatte auch diesmal den Eindruck eines verlässlichen Partners gemacht und in kürzester Zeit dem GOURMET-Team einen MVP (Minimal Viable Product) zur Verfügung gestellt. 

Die erste Reaktion der GOURMET-Gebietsleiter war mehr als positiv, eher richtige Begeisterung war spürbar, welche Chancen und Differenzierungsmerkmale man damit am Markt und beim Kunden nun hätte. Und ja, das hatte es bisher wohl auch noch nicht gegeben, dass binnen weniger Wochen die erste Idee zu einem angreifbaren Angebot für den Kunden gereift ist. Herr Fuchs, Geschäftsführer der GMS GOURMET GmbH  ist über den erfolgreichen Projektabschluss erfreut: “Die Öffnung nach außen und die Zusammenarbeit mit think300 war am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig,  jedoch sehr effektiv und zielorientiert. Es ist uns gelungen in sehr kurzer Zeit ein Minimum Viable Product zu erschaffen. Für GOURMET hat es sich auf jeden Fall ausgezahlt.“